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GcMAF

GcMAF - eine vielversprechende Möglichkeit zur Immuntherapie

Egal, ob wir über chronische Entzündungen, silent inflammation, Autoimmunerkrankungen und nicht zuletzt über Krebserkrankungen reden - diese Krankheiten haben alle eins gemeinsam: ein gestörtes Immunsystem. Besonders in der Krebsforschung ist man sich bereits heute schon relativ sicher, dass zukünftige Behandlungsformen im Bereich der Immuntherapien liegen werden. „Die Anwendung innovativer immuntherapeutischer Behandlungskonzepte gegen Krebserkrankungen ist ein wesentliches Ziel der tumorimmunologisch ausgerichteten Forschungsbereiche“ des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.
(https://www.dkfz.de/de/gmp-t-zell-therapie/index.php).

Bei der Behandlung vieler solcher Erkrankungen liegt daher nicht umsonst der Fokus auf einer Stärkung bzw. einer Modulation des Immunsystems, denn unser Immunsystem ist die schlagkräftigste Waffe, um Krankheitserreger und Krebszellen zu bekämpfen.

Wie reiht sich nun der Wirkstoff GcMAF als neuer Weg in diese Behandlungskonzepte ein?

Interessanterweise ist GcMAF (Gc Makrophagen-Aktivierender Faktor) ein körpereigener Stoff, genauer gesagt ein körpereigenes Protein, dessen Fähigkeiten darin liegt, die verschiedenen zur Immunabwehr gehörenden Makrophagentypen (Fresszellen) wieder ins Gleichgewicht zu bringen und zu aktivieren, damit sie als Wächter des Immunsystems wieder ihrer eigentlichen Aufgabe, der Vernichtung von Erreger und Tumorzellen, gezielt nachgehen können.

Das Protein GcMAF wird in unserem Körper aus dem Gc-Protein, dem Vitamin-D-bindendes Protein (DBP) u.a. in der Leber hergestellt. Dieses Gc-Protein (DBP) ist u.a. dafür verantwortlich, Vitamin-D von der Leber zu den Nieren zu transportieren, Blutgerinnsel zu verhindern und auch bestimmte Immunzellen an Entzündungsorte im Körper zu locken.
Bei Bedarf allerdings – nämlich dann, wenn wir Infektionen oder Entzündungen im Körper haben, wird ein weiterer Syntheseweg beschritten – nämlich die Aktivierung von Gc-Protein zu GcMAF. Bei einer akuten Entzündung muss dieser Umwandlungsprozess zügig ablaufen, damit das GcMAF die Makrophagen schnell stimuliert. Daher läuft diese Aktivierung innerhalb von nur 3 Stunden ab.

GcMAF ist also daran beteiligt, eine schnelle Immunabwehr einzuleiten, aber auch ebenso schnell die Aktivität der Makrophagen zurückzufahren, wenn sie nicht mehr benötigt wird. In diesem Fall löst es durch die Hochregulierung von Caspasen, einem proteinspaltenden Enzym, den Zelltod der Makrophagen ein.

Aber warum gerät das Gleichgewicht zwischen unseren verschiedenen Makrophagen und deren Aktivierung denn überhaupt durcheinander?

Unser Lebensweise, Ernährungsgewohnheiten, Umweltgifte und vieles mehr führen dazu, dass unser Körper und unser Immunsystem immer stärker be- und am Ende sogar überlastet sind. Dann halten z.B. Darmstörungen wie das Leaky gut, Allergien oder auch Autoimmunkrankheiten Einzug in unseren Körper und führen dazu, dass unser Immunsystem mehr mit sich selber und daher nicht mehr mit der Abwehr von echten Feinden beschäftigt ist.

Biochemisch ist das, was da passiert, allerdings ein klein wenig komplizierter.
Das, was unser Immunsystem u.a. unterdrückt, hat mit einem Stoff namens Nagalase zu tun. Das Enzym Nagalase (alpha-N-Acetylgalactoaminidase) ist ebenfalls ein Enzym aus unserer Leber, das normalerweise am Zucker-Stoffwechsel beteiligt ist.
Allerdings können z.B. auch Viren (u.a. Herpes, Epstein Barr Virus) oder Tumorzellen diese Nagalase bilden, die nicht nur wesentlich potenter ist als die Leber-Nagalase, sondern auch das GcMAF inaktivieren und damit unsere Makrophagen „Schachmatt“ setzten kann, indem sie nicht mehr aktiviert werden.

Was kann GcMAF als Therapeutikum leisten?

Viele Wissenschaftler versuchen seit Jahren, GcMAF für viele Behandlungen von Erkrankungen, wie zum Beispiel bei der Multiplen Sklerose, Autismus, chronisches Erschöpfungssyndrom, Infektionen und der Krebstherapie, einzusetzen. Dabei wurden inzwischen mehrere Generationen des Wirkstoffs GcMAF entwickelt.

Seit kurzem sind wir nun bei der vierten Generation angelangt. Es wird in einem zum Patent angemeldeten Verfahren mittels Fermentation aus Milch, Chondroitinsulfat, Vitamin D3 und  weiteren Wirkstoffen hergestellt. Die invitro Untersuchungen am Frauenhof Institut konnten schon vielversprechende Ergebnisse aufzeigen. Unter der Gabe des GcMAF zeigten sich bei Patienten deutlich erhöhte Aktivitäten der Makrophagen.
Patienten, die an einer Laktoseintoleranz leiden, sei versichert, dass die Einnahme dieser magensaftresistenten Kapseln kein Problem darstellt, da die Milch fermentiert wurde und somit keine allergene Wirkung mehr hat.

Natürlich stehen wir erst am Anfang der Immuntherapie mit GcMAF, aber die Fallstudien und Berichte sind jedoch sehr beeindruckend und lassen hoffen, hiermit eine Therapeutikum gefunden zu  haben, was zukünftig in vielen Bereichen der Immuntherapie erfolgreich eingesetzt werden kann.

Bevor jedoch GcMAF bei mir in der Praxis zum Einsatz kommt, führe selbstverständlich zunächst mit Ihnen eine ausführliche Anamnese und Untersuchungen – inkl. Blutwerte, Darmdiagnostik (denn oft liegt das Übel im Darm) – durch, um sicher zu gehen, dass Sie die bestmögliche und auf Sie individuell zugeschnittene Therapie von mir erhalten.

 

Fallstudien:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=GcMAF

Fallbericht: Ein nicht kleinzelliger Lungenkrebspatient, der mit GcMAF, sonodynamischer Therapie und Tumorbehandlungsfeldern behandelt wurde.

1 Department of Life System, Institut für Technologie und Wissenschaft, Graduiertenschule, Tokushima Universität, Tokushima, Japan Saisei Mirai Zellverarbeitungszentrum, Osaka, Japan Kobe Saisei Mirai Klinik, Kobe, Japan Inui Immuntherapie Klinik, Osaka, Japan Tokyo Saisei Mirai Klinik, Tokio , Japan contact@saisei-mirai.or.jp.

2 Abteilung für Psychosomatische Innere Medizin, Kagoshima University Graduate School für medizinische und zahnmedizinische Wissenschaften, Kagoshima, Japan.

3 Saisei Mirai Zellverarbeitungszentrum, Osaka, Japan.

4 Department of Life System, Institut für Technologie und Wissenschaft, Graduate School, Tokushima Universität, Tokushima, Japan Saisei Mirai Zell Processing Center, Osaka, Japan.

5 Department of Life System, Institut für Technologie und Wissenschaft, Graduate School, Tokushima Universität, Tokushima, Japan.

6 Grenzen der innovativen Forschung in Wissenschaft und Technologie (FIRST), Konan University, Kobe, Japan.

7 Inui Immuntherapie-Klinik, Osaka, Japan contact@saisei-mirai.or.jp.

Makrophagenaktivierender Faktor (MAF) -basierte Immuntherapie hat eine breite Anwendung für die Behandlung vieler Krankheiten über Makrophagen-Aktivierung. Die sonodynamische Therapie (SDT) unter Verwendung von Ultraschall mit geringer Intensität und die TTF-Therapie (tumor behavioring field) sind neue therapeutische Modalitäten. SDT wird normalerweise mit einer Ozontherapie kombiniert, um lokale Hypoxie innerhalb der Tumorumgebung zu verbessern.

FALLBERICHT:

Wir behandelten einen 77-jährigen Mann, bei dem ein nicht-kleinzelliger Lungenkrebs diagnostiziert wurde (NSCLC Stadium 3B), mit Serum-GcMAF der zweiten Generation und oraler Kolostrum-MAF-basierter Immuntherapie in Kombination mit SDT-, TTF- und Ozon-Therapien.

ERGEBNISSE:

Dieser Fallbericht zeigt, dass GcMAF, orales Kolostrum MAF, SDT, TTF und Ozon-Therapie für NSCLC ohne Nebenwirkungen verwendet werden können.

FAZIT:

Dieser Fallbericht schlägt ein neues Konzept der Krebsbehandlung unter Verwendung der lokalen Zerstörung von Krebsgewebe vor, in diesem Fall durchgeführt mit SDT- und TTF-Therapie, zur Verwendung in Kombination mit Serum-GcMAF- und Kolostrum-MAF-Immuntherapie als eine systemische Behandlung.

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